Zum Thema Ausrüstung

Gelegentlich sieht man auf 3D Parcours Frauen und Männer, die sich scheinbar auf den finalen Kampf zwischen Mensch und wilder Natur vorbereiten.

So trifft man auf Bogenschützen, die aussehen, als wären sie Statisten in einem Endzeitszenario, als würden sie an einem mehrwöchigen Survivaltraining in den wilden Tiroler Bergen teilnehmen oder in den Krieg ziehen.


 

Fast perfekt getarnt, mit wasserdichten Springerstiefeln samt Tauchermesser, dennoch alles mit monströsen Herstellerlogos auf allen Gegenständen, wie z.B. dem Tarnfleck-Compound, fehlt nur noch das Tarnzelt und die Gesichtsbemalung.

Ja, als ambitionierter Gummitierjäger in den mitteleuropäischen Dschungelgebieten muss man auf alle Unwegbarkeiten vorbereitet sein. Sicher - man braucht ein stabiles Messer, um fehlgeschossene Pfeile aus Wurzeln oder Bäumen zu holen. Aber muss es deshalb gleich eine Machete sein, mit der man Lianen wie Seidenfäden zerschlägt und locker einen 1000 jährigen Mammutbaum aus dem Weg räumt?

Laser-Entfernungsmesser und Ferngläser demonstrieren überdies deutlich die Überlegenheit gegenüber den Schaumstoffraubtieren und komplettieren die bis zu 25 m Tiefe wasserdichte Überlebensausrüstung.

Einen Armschutz braucht so ein Jäger natürlich nicht, entweder, weil er so perfekt schießt und die Sehne nie seinen Arm trifft oder weil eben die Kevlarjacke das locker aushält, wie sie auch vor Raubtierbissen zuverlässig schützt.

Auf jeden Fall wichtig ist eine Kopfbedeckung. Kein Basecap, das ist nicht flexibel genug. Besser der speziell geformte HighTec-Schlapphut, der hilft, die Gesichtskonturen zu tarnen und über dies im Notfall als Kochtopf dienen kann.

Fehlt nur noch die Handy-App, die GPS-unterstützt und mit der Schlapphut-Kamera verbunden, Windrichtung, Windstärke, Gewicht des wilden Tieres und die exakte Killzone anzeigt, abhängig vom errechneten Alter des Opfers. Weiters lässt sich der tödliche Schuss dann per Video aufzeichnen und kann dann in slow motion die Perfektion des Schützen für die Nachwelt dokumentieren.

Und nein - die Gummitiere können nicht sehen, wie man sich langsam auf sie zu schleicht, um ihnen das nicht vorhandene Lebenslicht auszublasen. Auch wenn man ein Müllfahrer-Sakko trägt, sehen sie einen nicht, sie sind blind und können davon abgesehen auch nicht flüchten.

Nur, was sich in manchen Rücksäcken befindet, erschließt sich einem nicht immer sofort. Gut unterrichtete Quellen berichten, dass sich darin mindestens ein kompletter Ersatzbogen, eine Pfeilwerkstatt, Ersatzakkus mit Solarladeanlage, ein Kompressor, Steigeisen, ein Eispickel (steckt außen, neben den Ersatzstabilisatoren, die auch als Zeltstangen dienen), ein aufblasbares Thermozelt, ein Regenschirm, ein Schlafsack, eine mobile Küche, ein Akja, eine Strickleiter, ein Defibrillator, eine Wasseraufbereitungsanlage sowie ein Notfall-OP und natürlich ausreichend Wasser und Astronautennahrung befinden.

Diese Schützen wissen wenigstens, wofür sie ihr Geld ausgegeben haben.


 

Das ist alles Quatsch. Oder? Irgendetwas muss mich ja zu diesem Text inspiriert haben.

Aber im Ernst - ein lockeres Sommerkleidchen, Flip Flops, KEIN Armschutz und KEIN Schießhandschuh sind auch nicht die richtige Ausrüstung!

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