Traditionelles Bogenschießen erklärt von nano Bogensport
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nano Bogensport

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Bogenschießen ist einfach

  • das können sogar Männer
  • aber schwieriger als Bogenpinkeln

Wir wollen hier nicht sämtliche Bibeln für Bogensportler wiederholen. Ausschließlich das, was wirklich für das Traditionelle Intuitive Bogenschießen wichtig ist, wirst du hier finden. Außerdem Antworten auf viele deiner Fragen als Einsteiger.

Definition

Traditionelles Intuitives Bogenschießen

Was ist traditionelles Bogenschießen?

Traditionelles Bogenschießen wird oft unterschiedlich definiert.

Einfacher ist es eigentlich, zu beschreiben, was es sicher nicht ist:

Das Schießen mit Compound-Bögen, olympischen (System-)Bögen und/oder mit irgendeiner Zieloptik. Das hatten unsere Vorfahren nämlich auch nicht.

Unser Ansatz ist die Ursprünglichkeit. Die althergebrachte Bauweise der Bögen, angelehnt an historische Vorbilder, teilweise die Materialien (auch wenn hier schon länger moderne Werkstoffe Einzug gehalten haben) und die Art und Weise, wie diese Bögen geschossen werden.

Vor allem ohne technischen Firlefanz.

Was ist intuitives Bogenschießen?

Intuitives Bogenschießen spielt sich fast ausschließlich im Kopf ab und ist an sich eine Schießtechnik. Ohne Zuhilfenahme technischer Zielsysteme. Und es ist die ursprünglichste Art, die bereits unsere Vorfahren zur Jagd und im Kampf angewandt haben. Auch sie hatten keine Möglichkeit, mit ihren Bögen zu zielen.

Intuition bedeutet, dass du ausschließlich durch langes Üben erworbene und im Unterbewusstsein gespeicherte Erfahrungswerte abrufst. Unbewusst. Dein Gehirn übernimmt die Steuerung.

Diese Erfahrungswerte musst du dir aber erst lange erarbeiten. Üben, Lernen und Erfahrung ergeben letztendlich die Intuition. Das erreichst du sehr gut, indem du dich extrem auf einen möglichst kleinen Punkt konzentrierst, den du treffen willst. So wird auch dein Gehirn sehr stark gefordert, mehr, als bei der Nutzung von technischen Hilfsmitteln.

Dem Intuitiven haftet eine gewisse Spiritualität, etwas Mystisches, auch Abenteuerliches an. Man kann es nicht wirklich fassen. Und dennoch ist es allein mit Auge-Hand-Körper-Koordination möglich, ein ausgewähltes Objekt zu treffen. Eine passende Ausrüstung vorausgesetzt.

Intuitiv oder instinktiv?

A never ending story.

Dabei ist es ganz einfach - "instinktiv" ist falsch!

"Intuitives Bogenschießen" wird oft fälschlicherweise auch "instinktives Bogenschießen" genannt. Wir wollen dieses Thema hier nicht breit treten, aber sagen wir es mal so:

Instinktiv ist so etwas wie vererbt. Intuitiv ist erlernt. Dem Menschen wurde das Bogenschießen nicht vererbt, es ist nicht in den Genen verankert und somit ist es nicht instinktiv. Aber man kann es erlernen.

Die Intuition beim Bogenschießen ist ähnlich der beim Autofahren oder Radfahren (wenn du es kannst, kommen die Stützräder ab). Auch das ist erlernt. Unser Gehirn ruft je nach Verkehrssituation abgespeicherte Lerninhalte in Bruchteilen einer Sekunde ab und steuert eine Reaktion. Das ist reine Intuition und hat nichts mit Instinkt zu tun. Erfahrene Autofahrer (Bogenschützen) reagieren "automatisch", ohne groß nachzudenken, ein Fahranfänger (Einsteiger-Bogenschütze) muss das erst noch lernen.

Intuition verstehen

Nimm einen größeren Blumentopf (aus Kunststoff), einen Papierkorb oder einen ähnlichen Behälter. Stelle ihn in einiger Entfernung auf. Versuche nun konzentriert, eine bestimmte Anzahl (z.B. fünf, nicht zu viele) Steine oder Papierknödel in dieses Behältnis zu werfen. Versuche, nicht zu denken und lass dich nicht ablenken! Wiederhole das einige Male bei gleicher Distanz und merke dir, wieviele Treffer du je Durchgang hattest. Wenn du das ernsthaft machst, wirst du immer häufiger treffen. Dein Ziel muss sein, alle Geschosse in das Behältnis zu werfen. Hast du es geschafft? Hast du gezielt? Nein, sicher nicht. Du hast dich nur auf dein "Ziel" konzentriert. Aber du bist sicher immer besser geworden, zumindest konstanter. Deine Erfahrungen, egal ob Treffer oder Fehlwürfe, haben Spuren in deinem Unterbewusstsein hinterlassen. Du hast geübt und deine Intuition hat zugeschlagen.

Ab einem bestimmten Punkt kannst du kaum noch besser werden, denn dein Gehirn gibt sich mit dem Erreichten zufrieden. Mach eine Pause.

Steigere nun den Schwierigkeitsgrad und stelle den Behälter weiter weg. Wiederhole das Ganze. Du wirst sehen - nach einigen Übungen wird es dir gelingen. Du hast wieder neue Erfahrungen gemacht.

Wenn du das beherrscht, immer wieder deutliche Treffer hast und noch nicht müde bist, erhöhe die Anforderung, indem du ein kleineres Behältnis nimmst, die gleichen Wurfobjekte, die große Distanz und alles von Anfang an wiederholst. Es wird dir gelingen. Irgendwann. Ohne zu zielen, nur mit Konzentration und diszipliniertem Training.

Verstanden?

Wie funktioniert intuitives Bogenschießen?

Gelegentlich liest man "wir denken uns den Pfeil ins Ziel". Ganz so ist es nicht, Bogenschützen sind schließlich keine Magier.

Vielmehr ist es so, dass unser Gehirn die Abläufe steuert. Um diese Abläufe steuern zu können, muss unser Gehirn erst einmal Erfahrungen machen und abspeichern. Je nach Anforderung ruft unser Gehirn diese Erfahrungen wieder ab.

Du musst also erst einmal ein paar Pfeile schießen, um deinem Gehirn die Chance zu geben, zu lernen. Je mehr du übst, desto besser wirst du schießen und desto mehr lernt dein Gehirn. Und je mehr gespeichert ist, desto genauer kann dein Gehirn bei einer bestimmten Situation Vergleiche anstellen und die entsprechenden "Einstellungen" deines Körpers (Handhaltung, Heben und Senken der Arme, Zeitpunkt des Loslassens der Sehne ...) regeln. Und - du darfst nicht denken, sonst hast du verloren. Du musst es geschehen lassen.

Klingt kompliziert? Ist es wirklich nicht. Aber es ist schwer, das in der Theorie zu erklären.

Das traditionelle intuitive Bogenschießen fordert dein Gehirn. Intensiv. Bi-direktional. In Bruchteilen von Sekunden kannst du Situationen wie plötzlich auftretende Ziele, sich ändernde Lichtverhältnisse, unterschiedliche Distanzen ... erfassen und beurteilen. Und du wirst treffen.

Ein System- oder Compound-Schütze ist da hoffnungslos überfordert. Diese Schützen können ihre Ziele nur treffen, wenn sie lange genug zielen können, die Entfernung kennen und sie das Ziel überhaupt ausmachen können.

Kann auch ich das lernen?

Ja, das kannst du. Jetzt wird es allerdings spitzfindig:

Traditionelles intuitives Bogenschießen kann dir niemand beibringen! Auch wir nicht.

Beibringen können wir dir das traditionelle Bogenschießen als solches. Und wir können dich in die Geheimnisse des Bogenschießens ohne zu zielen einführen.

Das Gefühl, das Intuitive, die Intuition müssen sich in deinem Kopf entwickeln. Dafür bist du ganz allein zuständig. Je mehr du dich darauf einlässt, je disziplinierter und regelmäßiger du übst, desto mehr wirst du Intuition erfahren und sie anwenden können.

Das geht allerdings nicht mit Gewalt und übermäßigem Ehrgeiz sondern nur mit Ruhe und Zeit. Zeit, die du dir nehmen musst.

Wie lange es dauern wird, bist du wirklich traditioneller intuitiver Bogenschütze bist, liegt nur an dir. Aber wir helfen dir dabei.

Und es ist einfacher, als du vielleicht denkst.

Brauche ich dazu eine spezielle Ausrüstung?

Nein.

Du brauchst als Einsteiger einen (auch einfachen) traditionellen Recurve-, Hybrid- oder Langbogen, passende Pfeile, Willen und Disziplin. Und du brauchst jemanden, der dir die Grundzüge beibringt. Alles andere entwickelt sich im Laufe der Zeit.

Was du darüberhinaus brauchst und wissen musst, steht weiter unten bei unseren Basics.

Warum wird das traditionelle intuitive Bogenschießen immer beliebter?

Pfeil und Bogen gelten nicht als Waffe, sondern als Sportgerät und das Bogenschießen selbst als Sport.

Für uns und viele andere ist es aber weit mehr. Es ist ein Spiegel der mentalen Fähigkeiten eines Schützen. Und jeder - eine gewisse Aufnahmebereitschaft vorausgesetzt - kann das erlernen.

Am Trefferbild eines Bogenschützen kann man recht deutlich den physischen und psychischen Zustand eines Schützen ablesen. Viele nutzen Bogenschießen, um am Ende eines anstrengenden Arbeitstags „herunter zu kommen“, zu entspannen und abzuschalten. Es gibt innere Ruhe.

Diese Art des Bogenschießens wird oft auch als Therapiemaßnahme bei ADHS-Kindern eingesetzt, um Disziplin und Konzentrationsfähigkeit zu fördern. Auch Mentaltrainer und Therapeuten nutzen diese Art des Bogenschießens in der Betreuung von „gestressten“ Personen und z.B. bei Burn-Out-Patienten.

Häufige

Fragen von Einsteigern

Wo kann ich mich über Bogensport informieren?

Am besten erst einmal natürlich im Internet. Aber wirklich nur für den Anfang. Die Informationsvielfalt ist geradezu erdrückend und für Interessierte und Anfänger wenig zielführend und nicht zu durchschauen.

Was hilft dir auch die beste Theorie, wenn du das nicht auch mal in der Praxis anschauen und selbst machen kannst?

Bleibt dir also die Suche in deiner regionalen Nähe nach Vereinen (viel Glück dabei), wo man auch mal, ohne gleich Mitglied werden zu müssen, reinschnuppern kann und Informationen bekommt.

Eine weitere Möglichkeit sind Fachhändler für Bogensport. Hier ist dein Bauchgefühl gefragt. Interessiert er sich wirklich für deine Belange oder will er dir einfach nur irgend etwas verkaufen?

Nun haben wir noch die sozialen Medien. Einfach mal schauen, ob es Bogensport in deiner Umgebung gibt und dort mal reinschneien.

Als letzte Möglichkeit bleiben Messen. Wenn man allerdings sieht, dass es auf der "AugsBow2018" nur 11 gelistete Aussteller insgesamt gab, auf der "AugsBow2020" gerade mal 13 halbwegs relevante ... Größere Messen wie die "Paderbow" sind halt für die meisten nicht gerade um die Ecke. Und noch nicht einmal die "Paderbow 2021" war die Eintrittskarte wert.

Welche Art des Bogenschießens ist die richtige für mich?

Die, mit welcher du am besten zurecht kommst und die dir von deinen Zielen her (Wettkämpfe, Entspannung, Spiel und Spaß ...) das meiste gibt.

Diese Frage kann man am Anfang nicht beantworten. Das muss sich entwickeln. Schau mal bei unserem Bogenfinder nach, da steht auch etwas zu möglichen Beweggründen und Zielen.

Wo kann und darf ich denn überhaupt Bogenschießen?

Pfeil und Bogen gelten nicht als Waffe sondern als Sportgerät. Du kannst damit also rumballern, fast überall, wo du willst, du darfst nur keinen Schaden anrichten, niemanden verletzen und auch nicht bedrohen. Entsprechende Anfragen an Tante Guugl geben reichlich Auskunft über die rechtliche Seite.

Realistisch gesehen ist das Idealste ein eigener großer Garten. Mit einem nicht ängstlichen und toleranten oder nicht vorhandenen Nachbarn. Bei dieser Lösung hilft dir aber niemand, wenn du Fragen oder Probleme mit der Technik, dem Schießstil oder deiner Trefferqualität hast.

Dann gibt es Vereine. Reine Bogensportvereine und Schützenvereine mit Bogensportabteilung (= Cowboy und Indianer). Wenn du die Wahl hast, nimm den reinen Bogensportverein. Und wenn du viel Glück hast, findest du einen Verein, bei dem du nicht Mitglied sein musst und nur gegen einen Obulus (nennt man auch Scheibengeld) trotzdem schießen darfst. Bei einem befreundeten Verein zahlen diese Gastschützen 5 Euronen und können mit den festen Mitgliedern zusammen schießen. Der unschätzbare Vorteil ist, dass du Gleichgesinnte triffst, dich informieren kannst und (vielleicht) Hilfestellung bekommst, ohne gleich tief in die Tasche greifen zu müssen.

Wenn du einen 3D Parcours in deiner Nähe hast, kannst du dort in der Regel auch ohne irgendwo Mitglied zu sein, deiner Leidenschaft gegen eine kleine Nutzungsgebühr nachgehen.

Was spricht für und gegen einen Verein?

Zunächst solltest du in einem Verein nicht gleich Mitglied werden (müssen). Erst mal gucken und dann entscheiden. In einem Verein, welcher Art auch immer, hast du es mit anderen Bogenschützen zu tun, die dir potentiell zur Seite stehen und mit denen du dich austauschen kannst. Und du hast einen Platz, wo du Bogenschießen kannst. Wenn du Glück hast, findest du dort auch einen ambitionierten und qualifizierten Trainer. Es ist nur noch die Frage, welche Bogenarten und welche Techniken dort geschossen werden und ob dir diese liegen.

In einem uns bekannten Verein werden z.B. nur Compound-Schützen (echte Helden) aufgenommen. In anderen wird ausschließlich mit dem Ziel der Wettkampfteilnahme olympisch geschossen. Nix anderes. In wieder anderen Vereinen bekommst du vorerst nur eine Probemitgliedschaft. Ob du dann den sozialen Ansprüchen und den erwarteten Leistungen entsprichst, entscheidet der Vorstand und der entscheidet über ein Bleiben oder Rausfliegen.

Es gibt auch Vereine, da kannst du machen, was du willst. Es hilft dir aber auch keiner.

Wieder andere nehmen nur Mitglieder auf, wenn sie aus der näheren Umgebung kommen, da schließlich das kollektive Feiern und Saufen im Vordergrund steht. An diesem Vereinsleben musst du auch teilnehmen, man erwartet deine Präsenz bei Gemeinschaftsarbeiten, auch wenn du beruflich gar nicht kannst und du musst den Ansagern unterwürfigen Respekt zollen. Nie eine Aussage hinterfragen oder gar in Frage stellen (*dieser Absatz gefällt mir besonders gut*).

In nahezu jedem Verein hat der Wettkampfgedanke absolute Priorität. Wenn du ein schlechterer Schütze bist, bist du bei vereinsinternen Wettschießen gerne gesehen. Irgend jemand muss ja die hinteren Plätze belegen. Bei externen Wettkämpfen kommst du ganz sicher nicht zum Schuss. Das schadet dem Vereinsimage. Bist du ein guter Schütze, solltest du alles menschenmögliche tun - intern wie extern - um keine besseren Schießergebnisse zu erzielen, als der Vereinsguru. Selbst wenn der mit Gipsarm schießt (*auch der Absatz ist nicht schlecht*).

Eine Bekannte ist Mittelalter- und Reiterbogenschützin. Sie hat bereits sechs mal den Verein gewechselt, weil sie sich weigerte, an Wettkämpfen teilzunehmen. Im jetzigen Verein ist sie glücklich. Sie will nur für sich Bogenschießen.

Vermeiden solltest du Angebote von Vereinen und Sporthotels mit Treffergarantie und Komm zu uns und triff Gleichgesinnte (vielleicht nicht nachgedacht beim Slogan).

In fünf Minuten erfülle ich dir auch die Treffergarantie:

Ich drücke dir einen Bogen in die Hand, ein paar Pfeile und lasse dich auf eine 5 Meter entfernte, 120 cm x 120 cm große Scheibe schießen (für Bogenschützen ist das ein Scheunentor). Die triffst du sicher. Erlebnis gehabt und Bogenschießen gelernt.

Wie auch immer - solltest du einem Verein o.ä. beitreten, frage nach, ob du mit deiner Mitgliedschaft auch versichert bist. Das ist nicht immer der Fall und es wird eine private Haftpflichtversicherung vorausgesetzt.

Wo kann und wo sollte ich meine Ausrüstung kaufen?

Zunächst einmal - vor allem nicht im Internet.

Auch der Haushaltswarenladen in Pfunds (Tirol) und der Andenkenladen in Meran sind nicht die richtige Entscheidung (echt - haben wir selbst erlebt).

Ein Bogen muss passen, dir im wahrsten Sinn des Wortes in der Hand liegen. Du musst schon vorher wissen, wie und wozu du schießen willst. Das entscheidet über den Bogentyp. Dein Auszug, das (zumindest vorläufige) Zuggewicht und dein (ebenfalls vorläufiger) Schießstil müssen feststehen. Daraus ergeben sich dann erst die für dich (vorläufig) passenden Pfeile.

Das ist ein so komplexes Thema, dass wir das an dieser Stelle nicht behandeln können. Das wird in unserem Kurs Einsteigen umfänglich behandelt. Hier in unserem Qwiki und in unserem Technik-Blog findest du dazu noch einige weiterführende Angaben.

Du wirst auch bei einem Fachhändler, zumindest wenn er seriös ist, keine andere Antwort erhalten. Und wie überall - auch im Fachhandelsbereich gibt es deutliche Unterschiede, was Service und Kompetenz angehen. Du würdest staunen, wenn du wüsstest, wie schnell man bei einem Fachhändler einen Bogen, samt Pfeilen und restlicher Ausrüstung bekommen kann.

Leider gibt es halt recht wenige Fachhändler mit Ladengeschäft, so dass man nicht wirklich auswählen kann und den verbleibenden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Einem Neuling bleibt fast nur ein entsprechender Verein und die Empfehlung derer, die dort ebenfalls Bogenschießen. Aber woher soll der Neueinsteiger wissen, ob das alles richtig und gut ist?

Frag´uns einfach, wir finden die passende Lösung. Dazu kannst du dich aber auch schon vorab bei Pfeil und Bogen informieren.

Wo kann ich mich über traditionelles Bogenschießen informieren?

Natürlich bei uns, deshalb bist du ja auch hier *gröl*.
Nee, im Ernst, da wird das Eis schon seeeeeehr dünn.

Sicher auch erst einmal im Internet. Und dann beginnt die Verwirrung. Als Autor habe ich wirklich exzessiv recherchiert und musste feststellen: Es gibt nicht eine einzige deutschsprachige Internet-Seite, nicht eine einzige Bogenschule und keinen Verein im deutschsprachigen Raum, die sich ausschließlich, voll umfänglich und konsequent (das ist das Entscheidende) mit dem traditionellen und intuitivem Bogenschießen befassen, wie wir es tun. Von einigen Mentaltrainern mal abgesehen.

Es gibt sehr viele sehr gute Seiten mit ebenso guten Informationen, sicher gute Schulen und Vereine. Allerdings decken die dann doch das gesamte und nicht ausschließlich das traditionelle Spektrum ab.

Unsere Erfahrung und Schilderungen von Bogenschützen zeigen, dass viele Ausbilder und Trainer in Vereinen zwar wissen, was traditionell Schießen bedeutet, es aber allen gleichzeitig recht machen wollen. Somit springen sie ständig zwischen der einen und der anderen Philosophie hin und her. Schlimmer noch, viele vermischen es. Und das geht gar nicht.

Der überwiegende Teil der Trainer ist auch nicht in der Lage, das Traditionelle zu kommunizieren (rüber zu bringen). Aber das ist wie in allen Schulen mit den Lehrern - nicht alle können ihr Wissen verständlich an die Frau und den Mann bringen.

Wirkliche und selbsternannte Gurus des Bogenschießens bieten entsprechende Seminare und Kurse an. Diese sind sicher ohne Frage sehr hochwertig und detailliert. Sie sind allerdings auch entsprechend teuer und auf bereits erfahrene Bogenschützen zugeschnitten. Oft dienen diese Kurse maßgeblich als Plattform für Promotion und Werbung für die Produktpalette des Veranstalters.

Wenn du dich später einmal, eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt, für anspruchsvolle Kurse entscheiden solltest, spricht nichts dagegen.

Wie kann ich Bogenschießen lernen?

Gleich vorweg und ganz einfach:

Du musst einen Kurs machen, mindestens einen. Egal wo, fast egal!

Du kannst dir u.a. auf unserer Website alle möglichen Informationen besorgen, aber es ist erst einmal nur reine Theorie.

Auch wenn du autodidaktisch veranlagt bist, hilft dir das beim Bogenschießen gar nichts. Du weißt nicht, welches Equipment für dich richtig ist, was du genau tun musst, du kennst die möglichen Fehler nicht und kannst sie somit auch nicht abstellen. Überwiegend hinkt das Ganze auch, weil du dich ja selbst nur schwer beobachten kannst.

Und wenn es nun gar nicht klappen will - liegt es an dir oder an beispielsweise deinen nicht passenden Pfeilen oder einem falsch eingestellten Bogen?

Das sollte die Frage eigentlich umfänglich beantworten.

Kein Bogenschießen ohne mindestens einen Kurs

Auch wenn du dir hier auf unserer Seite, auf anderen Internetseiten oder über Literatur die wichtigen Informationen und die erst einmal theoretischen Grundlagen besorgst - es wird dir nicht gelingen, dir das Bogenschießen selbst beizubringen. Wir wissen, wovon wir reden.

Eines der Hauptprobleme dabei ist nämlich ganz simpel - du siehst dich und deine möglichen Fehler nicht selbst.

Deine gesammelten Informationen, wie auch unsere nachfolgenden Basics, gewinnen erst dann an Bedeutung, wenn du sie begleitend während deiner Kurse, zum Nachlesen und zur Wissensauffrischung nach einem Kurs nutzt.

Basics für Einsteiger

Jede Bogenschule hat ihre eigenen Ansätze, die Basics zu definieren. Viele Basics decken sich, manche unterscheiden sich in der Priorität, andere sind schlichtweg unsinnig.

Es hat keinen Sinn, einen Einsteiger tot zu reden - vorsichtig ausgedrückt - und mit erst viel später Relevantem zu überfordern. Er verliert schon die Lust, wenn es anfängt, kompliziert zu klingen.

Du als Anfänger musst nichts, gar nichts über den dynamischen Spine, über den FOC, über kinetische Energie oder über alle möglichen Einflussfaktoren wissen.

Wichtig ist, dass die Sehne richtig herum auf den Bogen kommt! Genauso wichtig ist, wie sie auf den Bogen drauf kommt. Und es kommt ebenso darauf an, wie Frau und Herr Bogenschütze das Ding überhaupt in die Hand nehmen. Damit fängt es nun mal an.

Und deshalb gibt´s für dich nachfolgend unsere Basics.

Was du wirklich kennen und verstehen solltest

Keine Panik - das sieht mehr und schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. Wenn du das in der Praxis verinnerlicht hast, geht es ganz schnell ganz automatisch - ganz intuitiv halt.

Die Reihenfolge der Punkte ist bewusst gewählt und entspricht dem Weg zum ersten geschossenen Pfeil in unserem Kurs Einsteigen. Unser Kurs Schnuppern ist ähnlich aufgebaut, behandelt aber weniger die theoretischen und technischen Details. Also lies das ruhig der Reihe nach durch.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger brauchen wir - vorerst.


Die vier Phasen des Schussablaufs

Von Grundstellung über Ankern zum Nachhalten
Grundstellung Bogenschießen

Konzentration und Fokussieren

Grundstellung. Einundzwanzig ...

Einatmen. Du erfasst das Objekt deiner Begierde mit beiden Augen und konzentrierst dich nur darauf. Ausatmen.

Ankerpunkt Bogenschießen

Auszug bis zum Ankerpunkt

Zweiundzwanzig ...

Du hebst den Bogen und ziehst schon währenddessen in einer fließenden Bewegung die Sehne bis zu deinem Ankerpunkt. Nicht atmen, den Fokus behalten, nicht auf die Pfeilspitze sehen.

Rückenspannung beim Bogenschießen

Rückenspannung

Dreiundzwanzig ...

Ohne deinen Ankerpunkt zu ändern, gehst du in die Rückenspannung (siehe Beschreibung oben) und fokussierst weiter.

Ein kaum sichtbarer Unterschied zum vorherigen Bild.

Lösen und Nachhalten beim Bogenschießen

Lösen und Nachhalten

Vierundzwanzig.

Jetzt öffnest du nur die Finger deiner Zughand und löst somit die Sehne. Die Hand schnellt ganz automatisch ein Stück zurück. Bleib mit den Augen im Fokus, verfolge den Pfeil und reiss nicht den Bogen einfach weg.


Das Ganze nochmal in Zeitlupe
Ein fast perfekter Schussablauf
Soweit alles verstanden?
Jetzt kannst du Bogenschießen

Spässle g´macht. Das sind nur die ersten kleinen, aber wichtigen Schritte auf deinem langen Weg zum akzeptablen Bogenschützen. Und diese Schritte in der Praxis musst du in einem Kurs lernen!


Antworten zu weiteren Fragen und Problemen sowie die Erklärung vieler Begriffe, die du vielleicht auch schon gehört hast, findest du in unserem Technik-Blog.

Dort erfährst du auch, was du niemals machen darfst (Leerschuss), Dinge, die du unbedingt machen solltest (Spanngurt verwenden), welches die größten Fehler vor dem Einstieg ins Bogenschießen sind und welche Fehler dir als aktiver Schütze unterlaufen. Du erfährst allerdings auch, wie du sie vermeiden kannst.

Viel Spassssss ...

Wenn du dich an dieser Stelle schon mit der Wahl deines Bogens, deiner Pfeile sowie deiner Ausrüstung beschäftigen und dazu mehr wissen willst, findest du sicher einige wichtige Ansätze bei Pfeil und Bogen und in unserem Bogenfinder.

Erste Hilfe
  • Du willst noch mehr wissen?
  • Egal, was du machst - es läuft nicht so, wie du es gerne hättest?
  • Deine Pfeile landen nicht da, wo sie sollten?
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  • Du möchtest noch besser werden?
  • Du kommst nicht weiter?

Dann findest du möglicherweise Hilfe in unserem

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