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Wenn alle deine Pfeile immer tendenziell zu weit oben oder unten einschlagen, ist davon auszugehen, dass deine Nockpunktüberhöhung nicht stimmt. Das heißt, dein Nockpunktbegrenzer sitzt entweder zu weit unten (bei Trefferlage oben) oder zu weit oben (bei tiefen Treffern) auf der Mittenwicklung deiner Sehne. Immer davon ausgehend, dass du einen gefestigten Schießstil hast, deinen Griff in die Sehne und deinen Ankerpunkt nicht geändert hast. Die Begriffe beschreiben wir in unseren Basics für Einsteiger.

Eine deutlich falsche, zu hohe oder zu niedrige Position, kann man auch an einem "wackelnden" Pfeilflug erkennen, einer Auf- und Abbewegung. "Eiert" der Pfeil, also eine Kombination aus Auf- und Abbewegung und seitlichem Wedeln, dann stimmt aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Spinewert nicht. Grande catastrophe.


 

Wie kann das passieren, warum ist das so?

Manche Sehnen allein oder Bögen mit Sehnen werden so ausgeliefert, dass der Nockpunktbegrenzer schon auf der Sehne montiert ist. Eine tolle Serviceleistung ("schussfertig eingestellt"). Das ist völliger Quatsch. Die Sehne wird sich im Einsatz in der ersten Zeit immer wieder nachdehnen, bis sie irgendwann mal fertig ist damit. Dann kannst du den endgültigen Nockpunktbegrenzer montieren. Das hängt aber auch davon ab, welchen Pfeil und damit welche Nocken du hast. Die einen sind dicker, die anderen haben einen kleineren Durchmesser. Somit ist auch der Abstand, den der Nockpunkt von der Nulllinie der Pfeilauflage haben muss, ein anderer. Wer will das vorher wissen? Und wenn du nicht das passende Werkzeug hast, dann viel Spass beim Runterpoppeln ohne die Mittenwicklung und die Sehne zu beschädigen.

Es kann auch sein, dass der Nockpunktbegrenzer zu locker auf der Mittenwicklung sitzt und er sich im Laufe des Schießens in die eine oder andere Richtung (meist nach oben) bewegt hat. Also - überprüfen, einstellen und ordentlich befestigen.

Meistens aber stellt man dieses Problem fest, wenn man die Sehne getauscht hat. Erst nach längerem Schießen wird sich eine Sehne nicht mehr dehnen. Bis dahin ist ständig die Standhöhe zu kontrollieren und zu korrigieren. Bis es aber soweit ist, sollte man nur mit einem provisorischen Nockpunkt(begrenzer) schießen, z.B. Klebeband um die Sehne wickeln mit der gewohnten Nockpunktüberhöhung. Erst danach sollte man den endgültigen Nockpunktbegrenzer auf seiner richtigen Position befestigen.

Die exakte Position des Nockpunkts zu ermitteln, ist entweder Erfahrung oder die try-and-error-Variante. Es gibt keine wirklichen Standardwerte. Bei traditionellen Schützen liegt die Überhöhung in teils nicht nachvollziehbaren, aber für den jeweiligen Schützen optimalen Regionen zwischen 8 und 16 mm. Wir bewegen uns bei unseren Bögen, je nach verwendeter Nocke, zwischen 11 und 13 mm, auch abhängig vom Bogentyp. Ganz falsch liegt man damit nie.


 

Welche anderen Möglichkeiten gibt es noch?

Wenn deine Pfeile zu tief treffen, mittig unter dem Ziel, kann es auch sein, dass deine Pfeile ganz einfach zu schwer sind, zumindest für die geschossene Distanz. Irgendwann folgt jeder Pfeil der Erdanziehungskraft. Triffst du ordentlich auf kürzere Entfernungen, liegt hier wohl die simple Ursache.

Wir haben auch tatsächlich schon live(!) erlebt, wie ein Bogensport-Neuling mit einem vom Bogensportleiter höchstpersönlich vorbereiteten Bogen die Pfeile mehrere Meter über die Scheibe gejagt hat. Woran hat das wohl gelegen? (Tipp: Wo ist unten und wo oben bei einer Sehne?)

 

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